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Warum bin ich Priester geworden?

 

Am Anfang will ich erklären, warum ich dieses Thema gewählt habe.

 

Vor zwei Wochen hat mich Gao Jie gefragt: „Hast du girlfriend?“ „Nein“, ich habe geantwortet. „Aber warum fragst du mich darüber?“ – habe ich gefragt. Dann habe ich gehört: „Du bist 30 Jahre alt, also du sollst schon girlfriend haben“. „Ja, sehr gut - ich habe gelächelt - „aber ich bin Priester und die Priester heiraten nicht in der katolischen Kirche“. Danach hat sie gefragt: „Also warum bist du Priester?“. Und ich habe ihr versprochen, dass darüber ich im Referat sprechen werde. Das ist der erste Grund.
Die zweite Ursache liegt darin, dass es immer mehr nicht zu glauben ist, und für die viele Leute altmodisch und nutzlos ist, Priester zu sein.
Der dritte Grund ist einfach – ich will euch über die wichtigste Sache, die wichtigste Erfahrung in meinem Leben erzählen.

 

Zuerst stellt ihr euch ein Zimmer vor. Dieses Zimmer hat - wie viele andere Zimmer - 4 Wände. Jede Wand ist wichtig. Wenn dieses Zimmer eine Wand nicht hätte, wäre dort komisch, gefährlich, unbequem, im Winter kalt, im Sommer heiß. Dieses Zimmer heißt „mein Priestertum“ und 4 Wände sind 4 Grunde meiner Berufung.

 

Gehen wir zu der ersten Wand über. Sie heißt: „Ich liebe das, was ich mache“. Als ich Kind war, hatte ich sehr gern in die Kirche gehen, beten, lernen, lesen und mit anderen sprechen. Ich habe angeschaut, was Priester gemacht haben und das hat mir gefallen. Ich habe gedacht: „Es wäre sehr schön den Leuten helfen, den Weinenden trösten, die, die zweifeln, verstärken, die heilige Messe zelebrieren... Manchmal habe ich gedacht: „Nein, das ist fast unmöglich um Priester zu werden. Sie machen viele Sache, die ich nicht machen kann“. Aber ich hatte noch viel Zeit.
Das íst die erste Wand. Das ist der erste Grund. Ich liebe machen, was ich mache. Vor allem habe ich die Heilige Messe gern, die Beichte, die Taufe und die Trauung, die Krankensalbung und das Begräbnis, die Arbeit mit der Jugend und mit den Kinder, in der Schule oder in der Pfarei. Der Priester ist bei den Leuten. Das ist wunderbar. Sein beim Mensch. Ich liebe das und ich denke, dass im Leben sehr wichtig ist, das zu tun, was wir tun lieben.

 

Gehen wir jetzt zu der zweiten Wand über. Sie heißt: „Die lebendige Wahrheit“.
Als ich Kind und Jugendliche war, hatte ich lernen sehr gern. Viele Fächer gefielen mir. Zuerst Mathematik, danach Geographie. Im Gymnasium habe ich mich in der Geschichte und in der polnischen Sprache verliebt. Vor dem Abitur gefielen mir sehr Literatur und Philosophie. Ich habe ein Problem gehabt. „Was soll ich wählen? So viele Sachen gafallen mir.“ Ich war uberzeugt, dass ich Lehrer werden wolte. Aber ich wußte nicht, welches Fach. Ich habe mich darüber sehr viel gefragt. Und es war ein Tag in meinem Leben, wann mir etwas besonderes in den Kopf eingafallen ist. Ich habe so gedacht. Geschichte, Literatur, Philosophie sind sehr schöne Fächer, aber nicht für alle Leute. Viele interessieren sich nicht dafür und für viele Leute sind diese Sache nutzlos. Ich wollte über lebendige, über wichtigste Sache lernen. Das war wie ein Gefühl, ein Licht im Kopf, ein Glück im Herz. Danach habe ich zweimal das Neuen Testament gelesen. Ich war überzeugt, dass dort sich die schöne Literatur, die spannende Geschichte, die tiefste Philosophie befanden. Ja, für mich war das sehr klar. Das ist die Wahrheit über das Leben, über die Leuten und über das Universum.
Das ist die zweite Wand, der zweite Grund, warum ich Priester geworden bin. 11 Jahren nach meiner Entscheidung sehe ich immer klarer diese Wahrheit. Diese sehr praktische Wahrheit. Immer wenn ich mache, was mir diese Wahrheit sagt, bin ich zufrieden, glücklich und sicher, dass ich mein Leben nicht verliere.

 

Gehen wir jetzt zu der dritten Wand über. Sie heißt: „Liebe“.
Wenn ich 6 Jahre alt war, habe ich mich das erste Mal verliebt. Sie war die Tochter meiner Lehrerin. Aber diese Liebe hat nur ein Jahr gedauert. Danach habe ich mich in der anderen Tochter der anderen Lehrerin verliebt. Das hat 2 Jahre gedauert. Danach waren andere Geliebten. Und so bis zum Abitur. Natürlich das waren keine Liebe, die zu viel Geld gekostet haben, oder die mit dem Sex verbunden gewesen sind. Aber es waren die Gedichte, die Briefe, die langen Gespräche, Sehnsucht und Träumereien. Ich war überzeugt: „Glückliches Leben ohne Liebe ist unmöglich“. Man kan viel Geld haben, aber ich habe reiche und traurige Leute gesehen. Man kann Karriere haben, aber kann die taube Stelle mein Herz trösten? Man kann Macht haben, aber kann ein Mensch ruhig einschlafen, wenn die andere Leute durch ihn leiden? Ich war wirklich überzeugt, dass nur die Liebe Glück geben konnte. Das Leben ohne Liebe ist kein Leben. Das ist eine Vegetation.
Aber Liebe kann auch verletzen. Viele Leute weinen wegen der Liebe. Deshalb habe ich immer mehr über gute Liebe gedacht.
Es war im Sommer. Ich war 18. In einer Stadt habe ich eine elektrische Gitarre gekauft und ich bin in den Bus eingestiegen um nach Hause zu fahren. Und in diesem Bus ist mir einen starken Gedanken eingefallen. Es wäre sehr schön in Gott sich zu verlieben. Er kommt nie zu spät, wenn er verabredet ist. Er verrät nie. Er ist immer treu. Er enttäuscht niemanden. Er versteht immer. Seine Liebe kennt keine Grenze und kein Ende. Es wäre sehr schön in Gott sich zu verlieben. Dieser Gedanke ist im mein Herz geblieben. Seitdem wir zusammen sind, ist nicht alles und nicht immer so gut, weil ich nicht so ausgezeichnet wie Gott lieben kann. Aber ich kann heute ehrlich sagen. Ich habe viele glückliche Momente in meinem Leben erlebt aber nie war ich so glücklich wie mit dem Gott. Und das ist kein Glaube. Für mich ist das eine Sicherheit, eine Wirklichkeit, die ich erfharen kann.

 

Die letzte Wand, der letzte Grund meiner Berufung heißt: „Gott wollte“.
Für viele Leute ist diese Wand unmöglich. Sie sagen: „Gott? Es gibt nicht! Also wie kann er sagen oder wollen. Das ist nur ein Märchen!“ Und diese Leute können nicht verstehen, warum jemand Priester werden will. Und es ist schwierig ihnen diese letzte Wand zu erklären, wie es dem Mensch schwierig ist, der keine Augen hat und blind ist, die Farben zu erklären. Er muss vertrauen.
Also glaube ich, dass Gott meines Priestertums wollte. Es waren verschiedene Zeichen. Über drei Zeichen habe ich schon gesagt. Die Erfahrung Gottes Liebe, die Entdeckung der Wahrheit, die Freude über die Arbeit, die jeder Priester tun soll, waren und sind für mich die wichtigsten Zeichen. Warum habe ich diese Gefühle gehabt? Warum nicht mein Nachbar? Warum hat jemand diese Liebe in meinem Herz angezündet? War es nur ein Zufall?

 

Außerdem sind viele, viele konkrete Ereignisse passiert. Kleine Beweise, die mir meinen Weg gezeigt haben. Ich sage nur über drei von ihnen.
Vor dem Abitur hatte ich sehr gute Freundin, mehr als Freundin. Sie war Mitschülerin. Ich habe sehr viel über unsere Zukunft gedacht. Entweder sie oder Gott. Und innerhalb einer Woche ist alles kaputt gegangen. Weder ich noch sie wußten nicht die Gründe. Das war für mich ein Zeichen.
In demselbem Jahr bin ich im Priesterseminar 4 Tage gewesen. In Polen organisieren wir für die Jugend eine Möglichkeit, damit sie ihre Zukunft überlegen können. Manchmal bietet man diese Gelegenheit in Ferien im Priesterseminar. Wir nennen das „die Rekollektion“. Und bevor ich die Rekollektion angefangen habe, habe ich in einem Buchladen ein sehr gutes Buch gesehen. „Die Geschichte der Philosophie“. Aber sie hatten nicht viele Exemplare. Also ich habe so gedacht. Mein Gott! Wenn dieses Buch in 4 Tage im Buchladen sein wird, wird das für mich ein Zeichen von dir sein, dass ich Priester werden soll. Und natürlich nach 4 Tage habe ich „Die Geschichte der Philosophie“ gekauft.
Das dritte Zeichen ist für mich das wichtigste. Ich war schon im Priesterseminar seit 2 Jahren. Aber im Sommer, wenn ich Ferien hatte, erfuhr ich viele Schwierigkeiten und Zweifel. Ich habe noch einmal über mein Leben nachgedacht und ich habe entschieden, dass ich Priester nicht werden wollte. Ich habe darüber meinen Eltern gesagt. Meine Mutter war traurig. Sie wollte immer, dass ich Priester werde. Mein Vater konnte nicht verstehen, warum ich einmal „ja“ sagte und danach wollte ich die Entscheidung ändern. Ich wusste, dass für sie das ein schwieriges Wort war. Danach habe ich noch einen Monat gewartet. Jeden Tag wollte ich zurückkehren, anderen Tag wollte ich zu Hause bleiben. Endlich habe ich so gedacht. „OK. Ich fahre nach Priesterseminarium nur für 5 Tage. Es gibt dort die Rekollektion am Anfang des Schuljahres. Nach der Rekollektion nehme ich meine Dokumente mit und ich kehre nach Hause zurück.
Die Rekolletion ist angefangen. Ein Priester fängt eine Predigt an, und ich bin nach zwei Minuten sicher, dass hier mein Platz ist. Diese Siecherheit ist bis heute geblieben.

 

Das ist mein Zimmer, wo ich wohne, und das sind 4 Wände ohne die es unmöglich wäre im diesem Zimmer zu wohnen. Jede ist wichtig. Wenn mein Zimmer eine Wand nicht hätte, wäre dort komisch, gefährlich, unbequem, im Winter kalt, im Sommer heiß. Jede Wand ist wichtig. Und jede erinnert mich an das großen Geheimnis meines Lebens.

 

Bonn, Sprachinstitut Kreuzberg, im August 2003

 

 

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